Koordination Südliches Afrika

 
 

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Kampagne deutscher Nichtregierungsorganisationen zur WM 2010 in Südafrika

FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika

Das Großereignis am Kap der Guten Hoffnung fand in mehrfacher Hinsicht unter besonderen Bedingungen statt. Neben den großen organisatorischen Herausforderungen, die das jeweilige Gastgeberland zu bewältigen hat, ist die Umsetzung des demokratischen Wandlungsprozesses in Südafrika derzeit noch nicht abgeschlossen – sowohl in ökonomischer als auch in sozialer Hinsicht.

Armut, Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und der rasante Anstieg von HIV/AIDS und anderen Infektionskrankheiten prägen das neue Südafrika. Gerade mit der Fußball-Weltmeisterschaft bestand die Möglichkeit einen Beitrag zu leisten, der allen Menschen zugute kommt um den Versöhnungsprozess in der jungen Demokratie zum Erfolg zu führen,

Um dies zu unterstützen, haben sich deutsche Nichtregierungsorganisationen (NGOs) im Jahre 2009 zusammengeschlossen, um unter dem Motto »KICK FOR ONE WORLD« für eine gerechte Fußballweltmeisterschaft zu werben. In Kooperation mit Organisationen der Zivilgesellschaft in Südafrika wollten wird erreichen, dass die FIFA-WM 2010 vor allem für die Menschen im südlichen Afrika eine
Bereicherung wird – sowohl sozial als auch ökonomisch.

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Wir wollten – gemeinsam mit unseren südafrikanischen Partnern – erreichen, dass die lokale Bevölkerung in Südafrika von den Verdienstmöglichkeiten bei der WM profitiert.

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Wir forderten die FIFA und die Regierung Südafrikas auf, vorrangig lokalen Händlerinnen und Händlern und südafrikanischen Unternehmen außerhalb und innerhalb der Bannmeile ein Verkaufsrecht einzuräumen.

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Wir forderten, dass sich die Menschen in den Townships in Südafrika die Spiele anschauen können, indem flächendeckend und kostenlos öffentliche Übertragungen (Public Viewings) angeboten werden.

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Wir wollten die Breite, Vielfalt und Unterschiedlichkeit Südafrikas nutzen, um Menschen in Deutschland Entwicklungsprobleme und -chancen dieses Landes und der Region zu vermitteln und sich gemeinsam mit den Partnerorganisationen für ein gerechtes Südafrika einzusetzen.

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Durch Bildungs- und Informationsmaterialien, aber auch durch Veranstaltungsreihen und Begegnungen mit Menschen aus Südafrika wollten wir insbesondere im Vorfeld der WM (2009 - 2010) in Deutschland Informationen jenseits der Themen Gewalt, Sicherheit oder Tourismus vermitteln und dabei Stimmen aus der Region zu Wort kommen lassen.

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Dezember 2009 - Unterrichtsmaterial zu WM 2010 erschienen

 

Trägerkreis des Aktionsbündnisses

Die in dem Bündnis engagierten NGOs setzen sich mit ihrer Arbeit seit Jahrzehnten für ein gerechtes Südafrika ein und unterstützen auf vielfältige Weise Programme und Projekte in Südafrika. Durch ihre entwicklungsbezogene Bildungsarbeit hier in Deutschland vermitteln sie zudem vielfältige Informationen über das Land und die Menschen in Südafrika und den Nachbarländern. Südafrika ist nach wie vor ein Land der Gegensätzlichkeiten, im Wesentlichen gekennzeichnet durch Reichtum und extreme Armut, das seinen Ausdruck in unterschiedlichsten Lebenswelten der Menschen findet. Zum Trägerkreis gehören:

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Exile Kulturkoordination,

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issa (informationsstelle südliches afrika),

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KASA (Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika),

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Kindernothilfe,

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KOSA (Koordination Südliches Afrika),

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medico international,

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terre des hommes und das

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Welthaus Bielefeld.

Nähere Informationen gibt es bei KOSA. Ansprechpartner ist Dieter Simon.

 

Aktivitäten des Bündnisses

Von der WM in Südafrika sollen alle profitieren – so das Versprechen der offiziellen Veranstalter. Aber die Realität sieht anders aus, wie Nkosinathi Jikeka von der Organisation streetNet berichtet. Er tourte zusammen mit Eddie Cottle auf Einladung der Koordination Südliches Afrika, der KASA und des Aktionsbündnisses  vom 15. bis 23. März 2010 durch Deutschland.

 

Schulbesuch Oberstufenkolleg Bielefeld, 24. März 2010

Foto: Dieter Simon

 

Bereits im September 2008 forderte das Aktionsbündnis „kick-for-one-world“ in einem offenen Brief den FIFA Präsidenten Joseph Blatter auf, die lokale Bevölkerung in Südafrika von den Verdienstmöglichkeiten nicht auszuschließen. Insbesondere den Straßenhändlerinnen sollten angemessene Verkaufsmöglichkeiten eingeräumt werden, damit diese von der Weltmeisterschaft profitieren könnten.
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PRESSEMITTEILUNG vom 05. September 2008: Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Kampagne „KICK FOR ONE WORLD“ fordert FIFA zu gerechter Beteiligung der Bevölkerung auf

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Brief vom 05. September 2008 an Herrn Joseph S. Blatter, Präsident der FIFA (Fédération Internationale de Football Association)

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Brief vom 05. September 2008 an Herrn Joseph S. Blatter, Präsident der FIFA (Fédération Internationale de Football Association) - dt. Übersetzung

 

Anfang Dezember 2010 forderte unsere Kampagne von der FIFA die Rückzahlung von WM-Profiten an die südafrikanische Bevölkerung und einen Verhaltenskodex für die WM 2014 in Brasilien.
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Pressemitteilung - FIFA und Fußball-WM: "KICK FOR ONE WORLD" fordert Rückzahlung von WM-Profiten an die südafrikanische Bevölkerung und einen Verhaltenskodex für die WM 2014 in Brasilien.

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Brief an die FIFA: "KICK FOR ONE WORLD" fordert Rückzahlung von WM-Profiten an die südafrikanische Bevölkerung und einen Verhaltenskodex für die WM 2014 in Brasilien.


Mitte Januar haben wir Antwort von der FIFA erhalten. Immerhin, denn die beiden Briefe davor zur WM in Südafrika blieben unbeantwortet.

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Antwort der FIFA vom Januar 2011

Für Brasilien verspricht die FIFA, das Thema der städtischen Händler und Händlerinnen zu thematisieren.
Für Südafrika behauptet sie, dies ebenfalls gemacht zu haben - allerdings nicht mit denen, die (gefälschte) Nachahmerprodukte der lizenzierten FIFA-Produkte verkaufen wollten. Aber genau das war ein Teil des Problems: zu wenig und zu späte Kommunikation und Einbeziehung der lokalen Interessengruppen, unter ihnen auch die informellen Straßenhändlerinnen.

Wir werden den Brief an die südafrikanischen und brasilianischen Kolleginnen und Kollegen weiter leiten und hoffen, hier bald Rückmeldung zu bekommen, um gemeinsam einen weiteren Schritt gehen zu können.

 

 

 

Presseecho

bullet Finanznachrichte.de: 04.09.2008 - Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika / Kampagne "KICK FOR ONE WORLD" fordert FIFA zu gerechter Beteiligung der Bevölkerung auf
bullet Yahoo.com: 04.09.2008 - Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika / Kampagne "KICK FOR ONE WORLD" fordert FIFA zu gerechter Beteiligung der Bevölkerung auf
bullet na.presseprotal: 04.09.2008 - Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika / Kampagne "KICK FOR ONE WORLD" fordert FIFA zu gerechter Beteiligung der Bevölkerung auf
bullet direktbroker.de: 04.09.2008 - Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika / Kampagne "KICK FOR ONE WORLD" fordert FIFA zu gerechter Beteiligung der Bevölkerung auf
bullet Sportgericht.de: 05.09.2008 - WM 2010: Ticketverkauf beginnt Ende Januar 2009 – NRO fordern freies Public Viewing
bullet Socialtimes.de: 08.09.2008 - "Kick For One World" - Kampagne wirbt für faire Fußball-WM

 

 

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